Nur kurz Leben - cover

Was ein unerwarteter Roadtrip mit dem Leben gemeinsam hat – Nur kurz Leben

Spoilerteil.

Im laufe der Handlung stellt sich heraus, dass Leon schwer krank ist und sterben wird. Ab diesem Zeitpunkt ist das Ende des Romans vorhersehbar denn damit er funktioniert, muss Leon konsequenterweise am Ende auch tatsächlich sterben. Das stört hier jedoch keineswegs, denn darum geht es nicht. Wie für Leon ist auch für uns Leser*innen die Reise bis zu diesem Punkt das spannende. Wie Leon sein verbleibendes Leben lebt und welchen Einfluss das auf Richie hat. Leon hinterlässt nicht nur Spuren bei ihm, sondern verändert sein Leben. Er fordert ihn nicht nur auf „scheiß Batman“ zu sein, sondern zeigt ihm, wie man das wird, nämlich indem man es einfach macht. Er zeigt Richie einen Sinn und dass es in Ordnung ist, dass das Leben nicht so läuft wie man sich das erträumt hat. Dass man sein Leben aber auch selbst in die Hand nehmen muss und das Beste aus dem machen, was man hat. Mein zweiter Kritikpunkt an diesem Roman ist, dass die Konsequenzen für den Diebstahl und die Entführung unrealistisch milde ausfallen. Ich fand es jedoch nicht störend, weil es nicht realistisch sein muss, wenn weniger Realismus die bessere Geschichte erzählt. Dass Richie am Ende die Chance hat sein Leben zu ändern und inspiriert vom Leben und Tod seines Freundes seine Sozialstunden in einem Kinderhospiz ableistet, ist einfach die bessere Geschichte und das Ende, das der Roman braucht.

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